
Kulturschock
Von Cuenca aus besuchten wir den Cajas NP, ein Hochmoor mit viel Vegetation auf bis 4600m. Unsere Cuenca-Gastgeber Cecy und Dionis besuchten uns noch zu einem nicht ganz gelungenen Fondue an unserem eiskalten Uebernachtungsplatz auf 3979m. Wir verabschiedeten uns endgültig von ihnen, waren aber 2 Tage später wieder vor ihrer Haustür, allerdings krank und das Auto wegen einer unglücklichen Aktion auch leicht abgeändert. Innert 2 Tagen war aber alles wieder einigermassen in Ordnung. Zu unserem definitiven Abschied von Cuenca feierte die Stadt noch 8 Tage Corpus Christi mit vielen Süssigkeiten und grossem Feuerwerk. Wir waren erstaunt über den riesigen Aufwand, nur damit wir endgültig das schöne aber kühle Cuenca verliessen. Im warmen Vilcabamba blieben wir 6 Tage, und trafen nacheinander diverse Panamericanafahrer, darunter Austria-Radler die wir seit Guatemala kennen, Schweizer Liegevelo-Panamfahrer die wir in El Salvador kennenlernten, dazu noch Schweizer und Deutsche 4x4 Panamfahrer. Obwohl man in Vilcabamba wegen des idealen Klimas älter wird als sonst irgendwo auf der Welt, reisten wirAnfang Juli dann weiter nach Peru. Die Grenze war für einmal ganz locker, aber nachher erlebten wir den grössten Kulturschock der ganzen Reise. Nach dem schönen, geordneten und gepflegten Ecuador ist Nord-Peru wie eine andere Welt. Alles ist extrem ärmlich, schmutzig, total chaotisch und auch die Landschaft ist langweilig. Ausnahmen waren das wunderschöne Museum „Tumbas Reales de Sipan“ in Lambayeque und die interessanten Ruinen von Chan-Chan bei Trujillo. Auch Uebernachtungsplätze sind hier nicht immer einfach zu finden, wir waren auf Tankstellen, im Hof eines Std-Hotels, bei der Polizei oder direkt vor dem Museum. In Huanchaco blieben wir 4 Tage auf dem RV-Park und genossen den Luxus von heissen Duschen, Strom, Pool,Toiletten, Internet und sehr guten Restaurants. Von Trujillo gings dann mit einer Abkürzung, über eine Naturstrasse vom Meer Richtung Berge. Eigentlich hatten wir nach 20 km eine Brücke zur Hauptstrasse erwartet, die kam dann aber erst nach 58km. Der nächste Tag mit den 77km Rumpelpiste durch den Canyon del Pato (Entenschlucht) war dann ein absolutes Highlight. Wir brauchten in diesem immer enger werdenden Canyon über 6 Std (inkl. Fotostopps) um von Chuquicara nach Caraz in die Cordillera Blanca mit den vielen über 6000m hohen schneebedeckten Bergspitzen zu kommen. Es war faszinierend, von dieser engen Schlucht aus, immer wieder die näher kommenden Schneeberge zu sehen. Hier in Caraz brauchte unser Auto und wir nun während 3 Tagen eine ausgiebige Wäsche, und wir planen nun die nächsten Wochen in dieser beeindruckenden Bergwelt.