
Warme Länder
Zum Abschluss unserer Familienferien gab’s noch einen Ausflug mit Fischerboot zum Schnorcheln bei einem Riff. Auf dem Hinweg versuchte sich Evelyne als Hochseefischerin und hatte sofort Erfolg. Die harte Arbeit des Hereinholens musste dann aber der Vater übernehmen. Beim anschliessenden Schnorcheln hatten wir das Vergnügen über längere Zeit, mit einer Tortuga (Meeresschildkröte) zu schwimmen, bevor Eveyne von einer grossen Roche so erschreckt wurde, dass sie zurück ins Boot kletterte. Nun sind wir wieder allein unterwegs und holen im Moment bei gefühlten 32-38 Grad unser Wärmemanko aus dem letzten Jahr etwas auf. An einer Süsswasserlagune kurz vor Belize blieben wir 3 Tage stehen. Mit dem wunderbar sauberen Seewasser konnten wir den Camper, die Fahrräder, die Wäsche, die Teppiche und natürlich uns selber wieder mal richtig grundreinigen. Eines morgens kam ein Maya-Pfarrer sang dem gehbehinderten Hausherrn aus der Bibel vor und vertrieb den anscheinend vorhandenen roten Teufel aus dem Grundstück. Nach über 2 Monaten Mexiko mit geschätzten 3000 Topes (künstliche Bodenwellen) und etwa 100 Militär und Polizeikontrollen verlassen wir Mexiko mit einem guten Gefühl. Zwar ist vieles im Argen (Häuser, Infrastruktur und Korallenriff duch Hurrican teilweise zerstört), Abfall wird am Strassenrand entsorgt, trotzdem ist das Land nach wie vor wunderschön und vielfältig. Die Leute sind immer freundlich und hilfsbereit. Wir haben uns trotz häufigem „freistehen“ nie unsicher gefühlt und die Zeit sehr genossen.
Der Grenzübertritt nach Belize war erneut vor allem auf der mexikanischen Seite sehr chaotisch und kostete uns vor allem Nerven und 20 US$ extra, da ich anscheinend gar nie, oder wenn, unter falschem Namen in Mexiko eingereist bin. Auf der Belize-Seite musste eine Autoversicherung und eine Pseudo-Auto-Desinfektion durchgeführt werden. Anschliessend wurden uns die frischen Zitronen abgenommen, aber unsere Vorräte wie Wein, Bier, Eier etc. wurden zum Glück nicht entdeckt. Nun sind wir im feuchtheissen Corozal, essen beim Chinesen oder beim anderen Chinesen oder bei vielen anderen Chinesen. Einkaufen tun wir auch in den vielen kleinen Chinesen-Märkten. Nun planen wir die nächsten 2 Wochen im kleinsten zentralmerikanischen Staat Belize, wo man englisch spricht ,und wo viele Chinesen, Mennoniten, Mayas, Schwarze und Weisse zusammen leben.