
Vulkane und Spanisch-Kurs
Wie über Mexico und Belize hörten wir auch über Guatemala viele Schauergeschichten. Zwar steht auch hier fast vor jedem Geschäft ein bewaffneter Wachmann, aber unsicher haben wir uns bis jetzt nie gefühlt. Nach den Maya-Ruinen Tikal besuchten wir am schönen See Peten-Itza die Städte Flores und St.Elena, die Stadtbesichtigung machten wir wegen der grossen Hitze mit einem „Tuk-Tuk“ (Dreiradtaxi). In Rio Dulce sassen wir plötzlich inmitten von hunderten von Segeljachten, die hier den sicheren Karibik-Hafen geniessen. Auf einer 1 tägigen Bootsfahrt nach Livingston erlebten wir ein Vogel- und Pflanzenparadies vom Feinsten. Um der Millionenstadt Guatemala-City zu entgehen, wählten wir eine ziemlich unbekannte Strecke im Süden des Landes. Die Strecke war lange ruhig, bevor uns am Sonntag über 50‘000 Motorräder entgegenkamen, es war die „Caravana del Zorro“, eine Friedensfahrt, die seit 50 Jahren jährlich einmal stattfindet. Ansonsten war dieser 3-tägige Umweg durch die Berge landschaftlich sehr reizvoll, ausser, dass unser Camper zeitweise wegen Strassenzustand und Steilheit an seine Grenzen kam. Eimal meinte Ursula „so das wars“ aber im 2ten oder 3ten Anlauf kamen wir durch die Baustelle oder Bachbett. In Antigua fanden wir auf dem Hinterhof der Polizei einen super Stellplatz mit Duschen, Toiletten, Strom und Internet. Alles ist ziemlich heruntergekommen, aber wir sind mitten in der schönsten Stadt von Mittelamerika und können gleich nebenan für eine Woche spanisch lernen. Der Erfolg des Kurses hält sich in Grenzen, aber wir kommen nun besser zurecht und wissen, was wir alles nicht können. Nach dem Vulkan Ipala besteigen wir von Antigua aus einen 2ten Vulkan. Der Pecaya ist vor 9 Monaten zum letzten Mal ausgebrochen, und wir bestaunen die feurig-heissen Höhlen und Spalten. Eine Gipfelbesteigung ist wegen starker Aktivität nicht möglich. Ursulas runden Geburtstag feiern wir zusammen mit Freunden, und nebst Blumen gibt’s noch 1 Std. Salsa-Unterricht. Weiter geht die Reise nach Panajachel an den Lago Atitlan, wo wir mit einer Bootsfahrt mehrere Indio-Pueblos besuchen. Mit einer Tagestour besuchen wir den berühmten Sonntagsmarkt in Chichicastenango. Auf dem Hinweg wird unser kleiner Shuttle-Bus von einem grossen Chicken-Bus, bei dem die Bremsen versagen, voll gerammt. Alle 12 Passagiere kommen mit dem Schrecken davon. Uns wird bewusst, wie schnell die Reise vorbei sein könnte. Wieder zurück in Antigua auf unserem gewöhnungsbedürftigen Polizei-Stellplatz planen wir nun die Besteigung des Vulkans Acatenango, von dem aus man in den aktiven Vulkan Fuego sehen kann.
Ob die 2 tägige Besteigung des 3976 müM hohen Vulkans zusammen mit der Polizeibegleitung gelingt ,und ob wir nach El Salvador einreisen können, lest ihr im nächsten Bericht.