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UPST on Tour

Unterwegs seit
El Salvador, Honduras, Nicaragua

Arme und heisse Länder



Zum Abschluss unserer Zeit in Guatemala organisierten Heinz und ich eine 2 tägige Vulkantour. Anstatt zu dritt waren es letzlich 11 Leute und 2 Polizisten als Führer und Begleitschutz. Trotz Kopfschmerzen, Uebelkeit, Nebel, Kälte, Krampf und Schlafen in überfüllten Zelten auf 3700müM schafften wir den 3974müM hohen Acatenango-Vulkan-Gipfel und konnten noch Nachts die rotglühende Lavaerruptionen des Nachbar-Vulkans Fuego unter uns sehen. Dank dem wunderschönen Sonnenaufgang tauten bei allen nach und nach die Hände und Füsse wieder auf. Die Tour war ein Super-Erlebnis. Das Abschiednehmen vom Polizeihinterhof in Antigua, Guatemala, wurde nach so langer Zeit fast etwas schwierig.
In El Salvador blieben wir 5 Tage, standen am Pacific entweder in Hotelanlagen oder privaten Gärten und waren überall herzlich willkommen. Selber kochen lohnt sich hier nicht mehr, da man für 3 Franken (oder Dollar) ein komplettes und gutes Menu bekommt.
Honduras war dann für uns das pure Gegenteil. 4 Stunden unfreundlicher Zoll, mit ca 30-40 Kopien von allen möglichen und unmöglichen Papieren machen. Anschliessend alle 20 km meist unfreundliche Polizeikontrollen, die wir nur dank harten Berner-Köpfen ohne Zahlungen hinter uns brachten. Die einzige Uebernachtung in Honduras war aber sehr gut, in einer gepflegten Hotelanlage mit einem Nachtessen (Filet Mignon) wie wir es uns kaum mehr vorstellen konnten. Wir waren froh Honduras verlassen zu können.
Der Grenzübertritt nach Nicaragua war wieder normal und mit 6 Kopien machen auch harmlos. Die Uebernachtungsplätze waren öffentliches Schwimmbad, Parqueo mit lauter Musik und Fiesta, im Hof des roten Kreuzes, ein Hotelgarten und am Schluss 3 Tage unter Palmen direkt am Pazifik-Strand. Höhepunkt in Granada war die abendliche Begegnung mit dem Pastor Jairo, der nicht bei uns einbrechen wollte, sondern nur seinen Kopf mit der nächtlichen Brise kühlen wollte.
Morgen werden wir nach Costa Rica weiterreisen und sind nicht unglücklich, die sehr armen und sehr heissen Länder von Zentralamerika hinter uns zu lassen. Wir sind gespannt, wie es unseren Bekannten Agi und Guido auf der Finca Canas Castillas geht. Wir haben die Bauernfamilie auf einer früheren Reise kennengelernt.