
Nebelwald und Strände
Da wir Costa Rica bereits vor 4 Jahren bereist hatten, und sich zudem bei uns etwas Reisemüdigkeit breitmachte, nahmen wir es die letzten 3 Wochen etwas ruhiger und hetzten nicht von einer Sehenswürdigkeit zur Nächsten. Der Anfang war mit einem endlich mal ruhigen und nur 1.5 Std. dauernden Grenzübertritt entspannend. Auf der Farm von Agi und Guido war es fast wie nach Hause kommen. Nebst Faultier, Tucan, Papagei, Krokodil, vielen Affen, Schlangen usw. hat Guido auch einen wunderschönen Naturpfad angelegt. Die Farm Canas Castilla ist für jeden Costa Rica Besuch ein absolutes „must“. Weiter ging es an die Küste vor La Cruz, wo wir von der Grenzpolizei bewacht wurden. In Quebrada Grande besuchten wir Freunde, die dort ein ein riesiges Grundstück beim Vulkan Rincon haben. Justin und Joyce bauen dort seit Jahren allein von Hand wunderschöne Naturpools mit heissem Quellwasser. Bis Ende Jahr wollen sie die Paradisische Anlage der Oeffentlichkeit zugänglich machen. Weiter gings über den Lago Arenal, schöner Stellplatz direkt am See, zum Schweizer Franz, der privat eine Bergbahn auf seinen ca 500m hohen Aussichtspunkt mit Drehrestaurant gebaut hat. Er offeriert uns kurzerhand , nebst dem Stellplatz, auch die Fahrt auf seinen Berg. Ueber das turistische Fortuna mit Vulcan Arenal gings über die Berge und durch den Nebelwald in die Nähe von San Jose. Im B&B-Berna Tica bei Dora (aus Dotzigen bei Biel) wurden wir herzlich aufgenommen. Auf der Fahrt an den Pacific nahmen wir 2 Schweizer mit und konnten auf der Brücke von Tarcoles gemeinsam unzählige Krokodile bestaunen. In Jaco hatten wir Mühe einen Platz zu finden , bis die Hotelsekretärin Roxy uns sagte, stellt euch in meinen Garten, den Pool, Strand etc könnt ihr vom Hotel benützen, wir sollen einfach sagen, wir gehöhren zu ihrer Familie. Nach 3 Tagen fuhren wir weiter an die Strände von Manuel Antonio und Matapalo, standen direkt am Strand, wurden aber als die Flut wegen der Mondphase so hoch kam wie nie, ziemlich nervös. Da zeitweise das Wasser unter dem Camper durchfloss, mussten wir nachts um 3 Uhr umparkieren. In San Isidro besuchten wir Nici und Marco, die wir seit Alaska kennen. Sie haben in Costa Rica ihre alte Iveco-Kiste gegen einen Mercedes Sprinter getauscht, den sie nun innert 2 Monaten ausbauen. Wir haben ihnen beim elektischen Ausbau geholfen, was aber bei weit über 30 Grad ziemlich schweisstreibend war. Da hier im Moment unüblich früh anscheinend die Regenzeit beginnt, werden wir morgen nach Panama weiterreisen und versuchen, in 1-2 Wochen ein Schiff nach Kolumbien oder Ecuador zu bekommen. Ob wir die komplizierte Verschiffung organisieren können und nach Südamerika kommen, lest ihr im nächsten Bericht.