
Verrückte Verschiffung
Die Einreise nach Panama war für zentralamerikanische Verhältnisse problemlos und ziemlich geordnet. Es dauerte nur etwas mehr als 1 Std, bis wir uns auf den guten Strassen von Panama befanden. Auch das letzte Land zwischen Nord- und Südamerika war sehr heiss und durch die hohe Luftfeuchtigkeit bei gefühlten 40-42 Grad nicht immer angenehm. Die Verbindung von Panama nach Kolumbien ist zwar seit Jahrzehnten geplant, aber es gibt nach wie vor keine Strasse nach Südamerika. In Panama City, einer nicht gerade schönen 2-Millionenstadt, stellten wir uns in der Nähe von der grossen „Puente de las Americas“ direkt an den Panama-Kanal. Am Schluss waren wir 5 Fahrzeuge, die zusammen verschiffen wollten. Innert 3 Tagen schafften wir die Prozedur und hatten auch noch Zeit , uns die Schleusen des beeindruckenden Panama-Kanals anzuschauen. Mit dem Flugzeug verliessen wir Zentralamerika Richtung Cartagena in der Hoffnung, die komplizierten Aus-und Einreisen und das endlose anstehen an „x“ Büros mit hunderten von Kopien hinter uns zu lassen. Die wunderschöne Stadt Cartagena erkundigten wir haupsächlich zu Fuss. Unser Auto hätte eigentlich bereits 2 Tage nach uns ankommen sollen, aber aus diversen Gründen dauerte es fast eine Woche. Die Auslösung der Fahrzeuge war anschliessend mit Abstand das Komplizierteste, was wir je gemacht haben. Ein normal denkender Mensch kann sich nicht vorstellen, wie viele Büros, Formulare, Kontrollen, Stempel und Bewilligungen in so einen Ablauf eingebaut werden können. Als wir endlich mit allen Dokumenten im Hafen bei den Fahrzeugen waren, stellten wir fest, dass alles was nicht sicher in der Garage verstaut war, geklaut worden war. Bei uns waren es nur unwichtige Sachen (Waschmittel, Decke, Wäsche etc), aber bei Freunden von uns auch Werkzeug. Alle Fahrzeuge waren innen und aussen extrem dreckig. Das Schlimmste aber war, das bei einem 4x4 Fahrzeug die Kardanwelle massiv verbogen war. Die Abladung von den Flat-Racks mussten wir selber organisieren, sonst wären wir wahrscheinlich noch heute im Hafen. Innert 2 Tagen konnten wir aber alle unsere Autos wieder reinigen, einräumen und reparieren und uns vom Behördenstress erholen. Da Kolumbien in den letzten Wochen massive Regenfälle hatte und viele Strassen und Brücken geschlossen sind, ist es für uns noch unklar, was wir in dem schönen Land unternehmen können. Ob wir in einem aktiven Schlammvulkan baden können, und ob wir durch das Land nach Ecuador kommen, lest ihr im nächsten Bericht.