login - hilfe
UPST on Tour

Unterwegs seit
Ecuador nord

Vulkane überall



Zum Abschluss des Monates in Kolumbien fuhren wir abseits in die Berge zu den Thermalquellen Hirviendo bei Coconuco. Dort erlebten wir noch einmal die unglaubliche Freundlichkeit der Kolumbianer. Jedesmal wenn wir die Pools aufsuchten, wurde uns von den anderen Besuchern „Aguariente“ der herrliche Aenisschnaps offeriert. Die letzte kolumbianische Nacht verbrachten wir hoch über der eindrücklichen Wallfahrtskiche von Las Lajas. Kolumbien war, obwohl es praktisch keinen Tourismus gibt, fantastisch und wir fühlten uns sicher. Die Einreise nach Ecuador war ganz einfach, ausser dass der freundliche Zöllner uns sehr gerne in seinem Büro hatte, und dadurch die anderen Reisenden endlos lange draussen warten mussten. Unsere ersten Nächte verbrachten wir an der Lagune Cuicocha, wo wir endlich wieder mal richtig grillen und wandern konnten. In der Stadt Otavalo blieben wir 5 Tage und genossen den interressanten Tiermarkt und deckten uns mit warmen Kappen ein. Die nächste Station war der Cotopaxi NP mit dem fast 6000m hohen Vulkan Cotopaxi. Die 5 Tage waren genial, obwohl wir sehr kalte Nächte hatten. Bei Wanderungen und Biketouren auf meistens 3800m bis 4800m gewöhnten wir uns an die hohen Andenberge. Wir sahen von da oben bei gutem Wetter einige der anderen über 6000m hohen Vulkane. Einmal kreiste sogar ein Condor in der Thermik des Vulkans. Die Besteigung des Cotopaxi war leider aus verschiedenen Gründen nicht (oder noch nicht) möglich, aber man braucht ja auch noch weitere Ziele. Weiter gings auf der Strasse der Vulkane Richtung Banos. Bereits ca 80km vor Banos sah man den stark aktiven Vulkan Tungurahua (5030m) mit seiner riesigen Rauchwolke. In Banos liessen wir es uns sehr gut gehen, und konnten bei Schweizer- und Franzosen Restaurants wieder einmal richtig schlemmen. Bei einer 5h-Wanderung lernten wir Roberto und seine Familie kennen, sie haben eine Finca und ein kleines Restaurant hoch über Banos am Fuss des Tungurahua. Somit war unser nächstes Ziel klar, um die eindrücklichen Lavaerruptionen Tag und Nacht von unserem Camper aus zu sehen. Der Platz vor seinem Haus war der absolute Hammer, man hört den Vulkan Tag und Nacht rumpeln, und sobald die Wolken mal weg sind, sieht man auch die riesigen Erruptionen. Roberto erklärte uns auch gleich: mein Haus ist euer Haus, benützt einfach alles was ihr braucht. Wir konnten uns dann mit Fahrradreparatur und Schweizer Rösti revanchieren. Bei Wanderungen in der Umgebung sahen und hörten wir nebst dem aktiven Vulkan auch viele seltene Vögel. In der letzten Nacht in Runtun wachte ich kurz vor 3 Uhr auf, sah dass der Tungurahua endlich ganz frei von Wolken war und 5 Minuten später gab es einen riesigen Feuerball mit minutenlangem Lavaausfluss. Ich konnte noch Ursula wecken, und sie meinte, jetzt wird es gefährlich. Aber nach ca. 5 Minuten war das ganze Spektakel vorbei, und wir konnten ruhig weiterschlafen. In den nächsten Tagen geht es nun nach Cuenca, wo wir bereits erwartet werden, und anschliessend besuchen wir für 8-10 Tage die Galapagos.