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UPST on Tour

Unterwegs seit
Peru

Extreme Höhen



In der Ancash-Berggegend um den Huascaran (6768m) blieben wir 10 Tage. Auf einer Bike-Tour in ein Seitental bekam ich ein Hundebeisser-Trauma, nebst der Höhe die mir zu schaffen machte, hatte ich dauernd 1-5 agressive Hunde hinter mir. Erst Abends las ich , dass auf dieser Wanderstrecke mit vielen bissigen Hunden zu rechnen ist. Im wunderschönen Nationalpark erreichten wir für uns 3 Höhenrekorde: 2x Uebernachten auf über 4200m bei den bis 10m hohen Puya Raimondii Pflanzen, unser Auto fuhr, zwar zeitweise stark rauchnend, locker auf 4800m, und auf einer sehr langsamen Wanderung zum Pastoruri-Gletscher mit den gefrorenen Lagunen erreichten wir 5200m. Dank Coca-The und mit leichten Kopfschmerzen schafften wir diese extremen Höhen aber mehr oder weniger unbeschadet. Wir verliessen diese wunderschöne Hochgebirgswelt Richtung Lima, und die Strasse brachte uns innert ca. 40km von über 4000m in die trostlose und vernebelte Küstengegend. Die 8 Milionen-Stadt Lima ist seit unserem letzten Besuch vor über 30 Jahren nicht wirklich schöner geworden, aber wir genossen trotzdem während 4 Tagen die vielen Annehmlichkeiten der Grossstadt. Auf dem Weg Richtung Süden übernachteten wir am Strand von Cerro Azul und konnten Pinguine und Delfine vom Camper aus beobachten. Im Paracaspark gab es dann wieder einmal Wandermöglichkeiten. In den Steilküsten sahen wir neben unzähligen Vögel auch Flamingos, Humboldt-Pinguine, Tölpel, Lobo-Marinos (Seelöwen) und Seeotter, und dazu konnte mein Off-Road-Trieb auf den Sandpisten befriedigt werden. Bei einem Ausflug zur Isla Ballestas erlebten wir eine Tierwelt wie noch nie. Man kann sich nicht vorstellen, wie viele Vögel, Pinguine, Seelöwen usw auf den kleinen Inseln leben. Die Oase Huacachina bei Ica faszinierte uns mit den riesigen Sanddünen und der wunderschönen Lagune. Die Landschaft erinnerte uns sehr stark an Namibia. In Nazca schauten wir uns die Geoglyphen (Geometrische Figuren) vom Flugzeug aus an. Das Unesco-Weltnaturerbe ist nur von der Luft aus richtig zu sehen. Mit den vielen Steilkurven, war es fast wie ein Akro-Flug, und auch Ursula schaffte den Flug knapp ohne den Sick-Bag zu benützen. Ueber die Entstehung der Nasca Linien gibt es verschiedene Theorien, wir haben uns entschieden, an die Theorie von Erich von Däniken zu glauben, er meint es seien Landebahnen für Ausserirdische. In der Nähe von Nazca übernachteten wir auf dem Friedhof von Chauchilla inmitten von 11 offenen Gräbern mit Mumien. Entgegen den Aussagen der Peruaner wurden wir Nachts nicht von den Mumien geweckt. Die 600km Fahrt Richtung Cusco führte uns auf über 4500m und mitten durch viele Lama-Alpakas-Vikuna und Guanaca-Herden. Mitten in dieser eindrücklichen Hochebene trafen wir 2 Schweizer Radler und einen Motorradfahrer. Nach gemeinsamen Mittag- und Abendessen entschieden sich die Radler aus Zeitgründen, die 300 km bis nach Cusco in unserem Camper mitzumachen. Zu fünft feierten wir dann den Nationalfeiertag mit einem guten Essen. In Cusco planen wir nun unseren weiteren Weg Richtung Bolivien. Ob wir eine 6 tägige Dschungeltour machen und nachher trotz Strassensperren und Unruhen nach Bolivien kommen lest ihr im nächsten Bericht.