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UPST on Tour

Unterwegs seit
Peru Süd

Vom Dschungel zu den Condoren



Hauptattraktion in der Nähe von Cusco ist der Machu Picchu. Da diese Sehenwürdigkeit vor allem in diesem Jahr total von Touristen überschwemmt ist, und wir uns noch sehr gut an unseren letzten Besuch errinnern, liessen wir dieses Highlight aus. Stattdessen entschieden wir uns zusammen mit den Radlern und dem Motorradfahrer eine 6 tägige Dschungeltour zu machen. Die Tour hatte es in sich, mit 20h Busfahren, über 10h mit dem Langboot, über 20h wandern mit schwerem Rucksack, damit war diese Amazonas-Tour definitiv kein einfacher Touriausflug. Es war faszinierend, den Dschungel richtig kennenzulernen. Vor allem die 3 Uebernachtungen im Zelt und eine auf einem Beobachtungshochsitz waren ein Erlebnis. Die nächtliche Geräuschkulisse und die Nachtwanderung waren absolut eindrücklich. Die Blatern an den Füssen, die Moskitos, Zecken und andere Stiche gerieten ob der anderen Eindrücke absolut in den Hintergrund. Essen gabs aus Palmblättern, Wasser aus Bambu-Rohr und zum Dessert Palmherz aus dem Urwald. Fisch wurde von Hand gefangen und gebraten. Auf www.abenteuerradler.blogspot.com könnt ihr unter „August“ einen ausführlichen Bericht nachlesen. Nach 6 Tagen kamen wir ziemlich schmutzig und müde nach Cusco zurück. Wir erholten uns während ein paar Tagen mit faulenzen und grillen zusammen mit anderen Mitreisenden, bevor es weiter Richtung Süden ging. Die Reise führte über Aguas Calientes, Juliaca nach Chivay, und von dort über eine schlechte Strasse in den Canyon de Colca zum Cruz del Condor. Bereits bei unserer Ankunft am Mittag sahen wir den ersten von rund 30 riesigen Condoren in der Thermik fliegen. Nach einer kalten Nacht, ganz allein am Cruz del Condor, staunten wir über die vielen Touribusse, die am Morgen früh eintrafen. Wir hatten uns aber bereits den besten Platz gesichert und konnten hautnah die Flugkünste der bis 3m grossen Condore ansehen. Zwischendurch hatte es auch Adler in den Aufwinden, nur sahen diese neben den Condoren winzig klein aus. Auf dem Weg von Chivay nach Puno überquerten wir mit 4910müM den bisher höchsten Punkt unserer Reise per Auto. Für unseren zuverlässigen Ford-Transit war dies absolut kein Problem. Die Grabtürme auf der Halbinsel Sillustani waren ein weiterer Höhepunkt. Von Puno aus besuchten wir noch die von Touristen überlaufenen Uros-Inseln. Nun geht unser Peruaufenthalt nach fast 2 Monaten zu Ende. Das Land hat uns nach anfänglicher Skeptik total begeistert. Zwar fühlten wir uns nicht immer sicher, aber die vielfältigen Landschaften mit speziellen Küsten, Wüstengegenden, Schneeberge mit Gletscher, das Altiplano, eine Hochebene wo man immer zwischen 4-5000m hoch ist und bizarre Schluchten usw usw haben uns total begeistert. Die Leute und die Polizei waren sehr freundlich und hilfsbereit. In den nächsten Tagen geht es nun nach Bolivien, und wir hoffen, dass es auf dem Weg zur Grenze keine gewalttätigenStrassenblockaden der unzufriedenen Peruaner gibt. Ob wir nach Bolivien kommen, und wie wir die kalten Nächte in der grossen Höhe überstehen, lest ihr im nächsten Bericht.