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UPST on Tour

Unterwegs seit
Bolivien

Titicacasee und Salzsee



Zu unserem Abschied aus Peru wurde an der Grenze ein Musikfestival abgehalten. Die Formalitäten in Peru waren schnell erledigt, aber ein Durchkommen auf die bolivianische Seite war wegen mehreren Musikkapellen nur schwer möglich. Die bolivianische Einfuhr war auch einfach, ausser dass wir leere Kopien für die nächsten Reisenden machen mussten und der Polizist für seinen Stempel ganz offen Trinkgeld verlangte. Mit unseren Zentralamerikaerfahrungen war er aber an der falschen Adresse. Kurz nach der Grenze erreichten wir den Strand Copacabana am Titicacasee. Gleich bei unserer Ankunft wurden wir von Argentiniern zum Mate, einem Mittelding von Wasserpfeife und Kräutertee eingeladen. Nach einer ersten Nacht ganz allein am Strand, leisteten uns nachher Schweizer Afrika/Südamerikafahrer gemütliche Gesellschaft. Gemeinsam besuchten wir die Isla del Sol, die Insel der Sonne soll der Ort der Erschaffung der Inkas sein,und nach ihrer Mythologie sogar der Geburtsort der Sonne. Weiter ging die Reise mit einer haarsträubenden Fähre über einen Teil des Sees nach La Paz. Die Millionenstadt liegt in einem Bergkessel zwischen 3000 und 4000müM. Für die Fahrt zum Hotel Oberland hatten wir einen guten Plan, leider endete unsere 4spurige Autobahn auf einem Bauplatz/Marktplatz, aber durch Hinterhöfe, Baugruben, Querverkehr, Müllhalden usw fanden wir nach ca 1-2km wieder, wie wenn nichts wäre, auf die Fortsetzung der Autobahn. In La Paz faszinierte uns vor allem der Hexenmarkt, und auf dem Parkplatz vom Hotel Oberland trafen wir viele andere Travellers. Bei einem gemütlichen Grillen (1,8kg Rindsfillet für Fr. 12.-), konnten Erfahrungen mit Franzosen, Luxenburgern, Norwegern und Schweizern ausgetauscht werden. Ueber Pazna (Polizeiübernachtung) gings an den Salar Uyuni, den grössten Salzsee. Ab Challapata nahmen wir eine Abkürzung , die unserem Auto und uns alles abverlangte. Für die total 200km Piste mit einigen Wasser- und Sumpfquerungen brauchten wir über 8 Stunden. Nach einer eiskalten Nacht auf dem Salz, war neben dem Wasser auch der Diesel eingefroren. Es brauchte 4 Sonnenstunden um alles wieder aufzutauen. In Uyuni übernachteten wir 2x vor der Militärkaserne, bewacht von 300 Militär und hatten immer am Morgen Wachablösung mit Trommel und Trompete. Auf einer Jeeptour über den Salar-Salzsee sahen wir am Nordstrand Flamengos, im Zentrum eine Insel mit riesigen Kakteen, und am Oststrand gabs ein „Ojo“ fast wie ein Wirlpool nur viel kälter und gefährlicher. Unsere Bolivien-Rundreise führte uns auch über Potosi, nach Patacamaya wo wir vor dem Spital einen ruhigen Stellplatz mit Kontakt zu den kubanischen Aerzten fanden. Im Nordwesten des Landes besuchten wir noch den Sajama NP. Wir übernachteten 2x auf 4300m in der Nähe der schönsten natürlichen heissen Quellen der ganzen Reise, mitten in Lama-Herden und umgeben von vielen über 6000m hohen schneebedeckten Bergen. Nach über 2 Wochen geht unsere Bolivien-Rundreise zu Ende, es ist ein sehr armes aber interessantes Land, wobei wir auf unserer Reise zum erstenmal das Gefühl hatten, nicht immer willkommen zu sein, obwohl es auch viele sehr offene und freundliche Leute hatte. Nun freuen wir uns nach 10 Monaten in eher schwierigen Ländern auf die zivilisierten Länder Chile und Argentinien.