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UPST on Tour

Unterwegs seit
Nordchile

Berge-Küste-Berge



Die Ausreise aus Bolivien nach Chile war einfach aber die Landschaft um den Zoll auf 4800m atemberaubend schön. Rundherum Schneeberge und mitten drin viele wunderschöne grünblaue Lagunen mit unzähligen roten Flamengos. Von Chile erwarteten wir sehr viel, leider waren die ersten 50km die staubigste Baustelle der ganzen Reise. Im schönen Arica blieben wir 2 Nächte frei am Strand. Die erste Nacht war sehr ruhig aber in der 2ten ging die Post ab. In der ersten Nachthälfte gabs neben unserem Camper ein Saufgelage, dass Ursula mitbekam , während ich schlief, und in der 2ten Nachthälfte verprügelten sich zwei „Liebespaare“ direkt neben uns, ich verfolgte die Aktionen, während Ursula schlief. Im zollfreien Einkaufsparadies von Iquique wollten wir neue Reifen, einen neuen 12V-220V Inverter und ein Ersatz für unser defektes GPS einkaufen. Aber unsere Reifendimension gabs weder bei Michelin noch andern Anbietern, Inverter hatte es nur zu kleine und zu teure, und das GPS kostet fast 3x soviel wie in Nordamerika, so gabs anstatt Grosseinkauf, nur ein Mittagessen. In Calama fanden wir erstmals seit 10 Monaten eine Ford-Garage mit Ford-Transit Nowhow, und unser zuverlässiges Auto bekam endlich einen standesgemässen Service. Nach nur einer Woche Nordchile gings nun wieder in die Berge Richtung Argentinien. Im letzten Ort in Chile, übernachteten wir 3x in einem wünderschönen roten Canyon etwas ausserhalb von San Pedro de Atacama. Ab der 2ten Nacht gesellten sich unsere Freunde „Burs“ zu uns, die auf dem Weg an die Küste und Santiago sind. Gemeinsam feierten wir ihren Hochzeitstag bei einem guten Essen. Unseren eigenen 39ten Hochzeitstag der ca 2 Wochen vorher gewesen wäre, haben wir beide vergessen (es wird schwierig im Alter). In San Pedro reisten wir aus Chile aus und wollten noch die Laguna Verde in Bolivien besuchen, aber aufgrund der extrem hohen Gebühren machten wir am bolivianischen Zollhäuschen kehrt und stellten uns für eine Nacht im Niemandsland von Chile an eine wunderschöne grüne Lagune mit vielen Flamingos und sogar einem Zorro-Andino (Andenfuchs). Bei einer Wanderung, wurden wir von einem Offroader mit 3 Chilenischen Carabinieris mit vorgehaltener Pistole zur Umkehr gezwungen, es sei viel zu gefährlich wegen der Bolivianer. Die Nacht auf 4400m mit Sturmwind bis Mitternacht war sehr kalt aber trozdem ein Erlebnis. In Argentinien fühlten wir uns gleich richtig wohl, gepflegte Orte, schöne Häuser, gute Einkaufsmöglichkeiten und nach Monaten mit viel Staub endlich wieder Bäume, Gras und warme Temperaturen. Auch gibt es hier um Salta bereits die ersten Bodegas (Weinbauern). Nun fahren wir auf der Routa 40 Richtung Mendoza, bevor es wieder nach Chile geht.