
Von Valdez nach Feuerland
Nach den schweren Gewittern war die Fahrt zu den Seeelefanten bei Ninfas, trotz 2 Tagen warten, nicht möglich. Südlich von Trelew wählten wir die staubige Srasse Nr.1 über Cabo Raso und Camarones um zu grossen Pinguinen- und Seelöwen-Populationen zu kommen. Pinguine hat es zu tausenden, aber leider waren sie noch am Eier ausbrüten, und es hatte noch keine Jungen. Seelöwen hat es an diesen Stränden auch in riesigen Gruppen. Auf einer 3h Strandwanderung konnten wir uns einmal auf dem Bauch ganz nahe an eine Gruppe anschleichen. Zu unserer Ueberraschung waren sogar einzelne Seeelefanten dabei. Ueber Comodoro Rivadavia (Rada Tilly) mit seinem fantastischen Sandstrand kamen wir nach Puerto San Julian. Hier rauschte dann eine geführte Wohnmobiltour, bestehend aus Schweizern, Deutschen und Holländern an uns vorbei. Sie machen die gleiche Tour wie wir, jedoch von Süd nach Nord und in viel kürzerer Zeit. In der endlosen Pampa Richtung Rio Gallegos merkten wir was patagonischer Wind heisst. Zwar hatten wir immer gutes und warmes Wetter, aber an einem Tag hatte ich Schulterschmerzen vom ewigen gegen den Seitenwind halten. Am 19. November überquerten wir mit der Fähre, begleitet von Delfinen, die Magellanstrasse und erreichten somit Feuerland. Die chilenischen Strassen hier unten sind sehr schlecht, gleich wie die sinnlosen Zollkontrollen, wo einem zB eine einzelne Tomate oder ein kleines Stück Käse abgenommen wird. Ab San Sebastian waren wir wieder in Argentinien und hatten gute Strassen. In Rio Grande standen wir für eine Nacht an der schönen Uferpromenade, leider war es aber der Treffpunkt der ganzen Stadt. Als sich nachts um 2 Uhr immer noch junge Autofahrer ohne Auspuff, dafür mit riesigen Musikanlagen Rennen lieferten, zogen wir uns in eine ruhige Seitenstrasse zurück. 80km vor Ushuaia fanden wir dann aber einen ruhigen Superplatz am Lago Fagnano zum Nachschlafen. Entgegen vielen Versprechungen fischte ich aber keine Forelle, aber der Platz hat sich, auch dank dem Besuch einer Zorro-Gris-Familie (Graufuchs), trotzdem gelohnt. Kurz vor Ushuaia kamen wir noch in einen richtigen Schneesturm, aber auch der konnte uns nicht mehr aufhalten, die südlichsten Stadt der Welt zu erreichen. Nun sind wir in Ushuaia, wo die Anden, die wir seit Kolumbien bereisen, langsam im Meer verschwinden. Wir werden in den nächsten Tagen den südlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkt besuchen, und evt wie Freunde sagten, den südlichsten Cajero, die südlichste Tankstelle, die südlichste Kloschüssel usw usw suchen. Anschliessend geht es dann in die verschiedenen Anden-Nationalparks von Chile und Argentinien.