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UPST on Tour

Unterwegs seit
Fast in der Antarktis

Von Ushuaia nach Punta Arenas



Ende November 2011 haben wir nach über 60000km, 16 Ländern und 28 Zollüberquerungen die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia, erreicht. Es war schon ein spezieller Moment, nach Alaska nun auch die südlichste Stadt der Welt mit dem Auto zu erreichen. Auf dem Campground trafen wir nebst vielen anderen Reisenden Motorradfahrer, die wir seit Mexico kennen, Schweizer die fast Nachbarn bei uns im Seeland sind und Nici/Marco, die wir unterwegs in 8 verschiedenen Ländern immer wieder getroffen haben. Im wunderschönen Parque Fin del Mundo erreichten wir den südlichsten Strassenpunkt der Welt und zu Fuss ging es noch etwas näher an den Südpol. Während den 3 Tagen im Park hatten wir unglaubliches Wanderwetter für diese Region, und Ursula meinte einmal, es sei fast „schwülwarm“. Im südlichsten Postbüro der Welt hätte man für „nur“ SFr. 18.- eine abgestempelte Postkarte kaufen können, wir hatten zum Glück einzelne Postkarten dabei, die kostenlos abgestempelt und verschickt wurden. Wir blieben noch ein paar Tage in der Stadt, bevor es Richtung Punta Arenas nach Chile ging. Unterwegs sollte es noch die grossen Königspinguine haben. Strassenbauarbeiter erklärten uns dann den Weg durch Gatter und über Zäune, um zum richtigen Strandplatz zu kommen. Bei der Strandwanderung kamen dann die Pinguine tatsächlich aus dem Wasser, mehr um uns zu sehen als wir sie. In dieser Pampagegend Patagonien/Feuerland gibt es auch immer wieder ganze Nanduherden (fast wie Strausse in Südafrika) dazu viele Füchse und Hasen. Im chilenischen Punta Arenas mussten wir wegen Reifenwechsel 3 Tage warten, darum fuhren wir noch 60km südwärts dem Magellankanal entlang nach Fuerte Bulnes. Das Fort und die kleinen Fischerorte waren sehenswert, und beim Wandern lernten wir diese rauhe aber spektakuläre Landschaft, mit vielen Schnee- und Eisbergen, die aus dem Meer ragen, bei bestem Wetter kennen. In der Zona Franca von Punta Arenas bekamen dann unser Auto und Ursula endlich die dringend benötigte Neubereifung beziehungsweise Wanderschuhe. Nun machen wir uns gemütlich auf den Weg nordwärts Richtung Torres del Paine und Perito Moreno.