
Gletscher Kirschernte und Weihnacht
Die letzten 3 Wochen waren eigentliche Ferien vom Reisen. Mit viel wandern und wenig Autofahren war diese Zeit sehr entspannend. Als erstes stand der „Torres del Paine“ auf dem Program. Auf einer ersten Wanderung bei super Wetter hatten wir einen herrlichen Blick auf die Gletscherberge, und als ob dies noch nicht genug wäre, donnerte noch eine riesige Lawine fast vom Gipfel ins Tal. Wir wollten dann eine 4 Tages Rundwanderung mit Zelt machen. Schwerbeladen machten wir uns auf den Weg. Bereits die erste Nacht war absolut ernüchternd. Anstatt Zeltromantik waren über 100 Zelte auf engstem Raum, und man kann sich den Lärm vorstellen, vom Reden zum Singen, dann Schnarchen und dazu die vielen Reissverschlüsse. Später erwiesen sich unsere peruanischen Schlafsäcke, die sich im Dschungel bewährt haben, als absolut nicht Gletschertauglich.So gabs noch einen kurzen Abstecher zum Gletscher, und nachher, kurz vor dem Schneegestöber, gings mit einem Gewaltsmarsch zurück zu unserem komfortablen Camper mit Heizung,warmer Dusche, Küche und weicher Matratze. Der nächste Park war der berühmte und als einziger noch wachsende Gletscher Perito Moreno. Eigentlich darf man nicht im Park übernachten, wir standen aber eine Nacht direkt über dem See mit den abgebrochenen Eisschollen, und eine zweite Nacht am Aussichtspunkt mit Sicht auf die ganze Gletscherwelt. Das Wetter war in den 3 Tagen herrlich und bis zu 30 Grad warm. Der dritte Park war der „Cerro Fitz Roy“. Auch hier gabs längere Wanderungen bei gutem Wetter, der legendäre „Cerro Torre“ mit der 50m dicken Eiskappe war aber nie ganz wolkenfrei. Nun sind wir in Los Antiguos am Lago Buenos Aires, hier ist ein mildes Klima und im Moment Kirschenernte. Mit andern Reisenden feierten wir so etwas wie Weihnachten, wobei morgens um 3Uhr auch die Flasche Whisky leer war. Nun folgt in Chile die wahrscheinlich letzte grosse Herausforderng, die ca 1500km lange „Carretera Austral“ von Cochrane bis Puerto Montt.
Für die vielen Mails an dieser Stelle besten Dank. Da wir im Moment kaum vernünftiges Internet haben, können wir fast nicht antworten.